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Photovoltaikmodule – Arten und Leistungen

Photovoltaikmodule
©panthermedia.net Franz Metelec

Es gibt relativ viele Photovoltaikmodule, die sich im Aufbau und damit auch im Wirkungsgrad unterscheiden. Sie werden durch die unterschiedlichen Verfahrensweisen auch verschieden teuer und eignen sich jeweils für bestimmte Leistungsaufnahmen, also der Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung. Welches Modul für das jeweilige Dach am geeignetsten ist, muss daher individuell entschieden werden. Prinzipiell werden monokristalline und polykristalline Photovoltaikmodule sowie Dünnschichtzellen unterschieden.

Monokristalline Solarmodule

Diese Photovoltaikmodule verfügen über einen sehr hohen Siliziumgehalt in den Solarzellen und daher einen hohen Wirkungsgrad (14 – 18 Prozent). Sie können auch auf Dächern mit relativ geringer Fläche und nicht optimaler Sonneneinstrahlung eingesetzt werden. Zu erkennen sind sie an der dunkelblauen bis schwarzen Färbung.

Polykristalline Rückkontaktzellen

sind an der bläulichen Färbung und ihrer kristallinen Struktur zu erkennen. Sie zählen zu den meist verwendeten Modulen wegen der geringeren Herstellungskosten, der Wirkungsgrad liegt etwas niedriger bei 12 – 16 Prozent.

Kristalline Dünnschichtmodule

werden aus einer nur 2 Mikrometer dünnen Silizium-Schicht gefertigt, damit sind sie etwa 100 mal dünner als die anderen Photovoltaikmodule und sehr preiswert. Man erwartet von dieser Technologie die größten Preissenkungen im Photovoltaik-Bereich. Zudem sind sie biegsam und damit sehr flexibel einsetzbar. Ihr Wirkungsgrad liegt etwa um 12 Prozent.

Weitere Photovoltaikmodule

Insgesamt ist diese Darstellung schematisch, es gibt sehr viel mehr Unterschiede, als eine Einteilung in drei Kategorien vermuten lässt. So sind beispielsweise LGBC-Zellen (umgangssprachlich Saturnzellen) monokristalline Hochleistungszellen, CIS Solarmodule (Kupfer-Indium-Diselenid) sind ebenfalls moderne Hochleistungsmodule mit enormem Potenzial. Ihre Herstellungstechnologie ist revolutionär, die Solarzellen werden hier erstmals in Längsstreifen statt den sonst üblichen quadratischen Einzelzellen ausgeführt, was die Module gegen Teilabschattungen unempfindlicher macht. Cadmium-Tellurid-Module sind eine Variante von Dünnschichtmodulen, die als sehr langlebig gilt und einen Wirkungsgrad von etwa 10 Prozent aufweist. Dass es so viele Varianten von Modulen gibt, beweist die Suche der Hersteller nach einer effektiven, kostengünstigen Technologie.