Dunnschichtmodule sind gegenüber den mono- und polykristallinen Modulen sehr viel dünner (ca. um den Faktor 100), das Silizium wird meist auf Metallfolien aufgedampft. Durch den erheblich geringeren Einsatz des teuren Siliziums sind sie preisgünstiger, dazu flexibel und daher vielfältig einsetzbar. Ihr Wirkungsgrad ist etwas geringer, bei gleicher Leistung benötigen sie etwa ein Fünftel mehr Platz. Als Materialien werden Kupfer-Indium-Diselenid (CIS), Cadmiumtellurid (CdTe) und Farbstoffzellen eingesetzt. Die Funktionsweise beruht auf der Anordnung der Silizium-Atome, die bei der Dünnschicht-Technik eine hohe Absorbtionsfähigkeit bei geringem Materialeinsatz ermöglicht.
Da die Hersteller an der Erhöhung des Wirkungsgrades arbeiten, vermutet man die Zukunft der Solartechnik bei den Dünnschichtmodulen.
Vorteile der Dünnschichtmodule
Die amorphen Module sind vor allem preiswert durch den geringen Siliziumbedarf. Insgesamt ist der Materialeinsatz geringer als bei den anderen Solarmodulen, die Herstellung erfordert ebenfalls weniger Energie und ist unkompliziert. Dadurch werden die Dünnschichtmodule insgesamt so günstig. Die Preise werden pro erzeugter Leistung angegeben und liegen für Dünnschichtmodule gegenwärtig bei 1,46 – 1,68 EUR/WP (WattPeak), für monokristalline Module bei durchschnittlich 1,91 EUR/WP und für polykristalline Module bei 2,09 EUR/WP (Stand: Mai 2011). Der geringere Wirkungsgrad wird also durch den noch geringeren Preis wettgemacht.
Ein weiterer Vorteil ist die gute Leistung auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen und unter hohen Temperaturen, Dünnschichtmodule sind klimatisch robuster. Sie sehen optisch besser aus, und sie lassen sich flexibler verarbeiten.
Nachteile
Die Leistung von Solarmodulen lässt im Laufe der Zeit nach (Degradierung), davon sind Dünnschichtmodule stärker betroffen als mono- und polykristalline Module. Es wird von den Herstellern daher oft nicht die gleiche Leistungsgarantie gegeben, was auch damit zu tun hat, dass die Technologie noch relativ jung ist. Die Degradierung ist allerdings einkalkuliert. Sie fällt in den ersten 1.000 Betriebsstunden am stärksten aus, danach bleibt die Leistung über Jahre konstant. Im Auslieferungszustand haben die amorphen (=Dünnschicht-) Module eine höhere Leistung.